1986


Nicht nur das Absegeln wird 1986 erstmals zusammen mit dem Yacht-Club Zwischenahn mit Erfolg veranstaltet, er darf auch unseren Regattaprahm benutzen und die Abstimmung bei Großveranstaltungen klappt immer besser. Jürgen Sieber kann 1988 40 betreute Jugendliche vermelden. Sein Regattatraining der Jüngsten, gemeinsame Ausflüge zu anderen Revieren, Winterarbeiten an den Optis, Kuttersegeln, all das kostet viel Zeit und läuft doch reibungslos, auch, weil der Verein inzwischen 9 Boote zu Schulungszwecken sein eigen nennt. Von 645 teilnehmenden Booten an 10 Wochenenden in 1987 waren immerhin 100 Optimisten der jüngsten Segler vieler Reviere in Zwischenahn am Start und die nächst höhere Jugendklasse, die Europes, segelten in diesem Jahr ihre Weltmeisterschaft-Ausscheidungen mit 95 Booten bei uns und in 1988 segeln die ersten unserer neu geschulten Jugendlichen bereits auf auswärtigen Revieren in der 420-er Klasse.


1988 wird Wolfgang Hasheider stellvertretender Wettfahrtleiter. Als um diese Zeit die ersten Computerprogramme zu Auswertung von Regattaergebnissen auftauchen, ist der ZSK dabei. Wolfgang beherrscht diese Aufgabe sehr bald.

1990 bemüht sich der ZSK als einer der ersten Segelvereine um Kontakte zu den Seglern in den neuen Ländern des vereinten Deutschlands. Bei den Frühjahrswettfahrten 1991 sind schon 10 Mannschaften von dort bei uns am Start.

Der Flut von Anträgen auf Liegeplätze für 1991 kann der Verein nicht begegnen. Die Pläne zum Erwerb eines kleinen Nachbargrundstücks konnten nicht verwirklicht werden, und der Hafen und alle Landliegeplätze sind belegt. So bleibt denn der Mitgliederbestand bis ins Jubiläumsjahr nahezu konstant bei 400. 1992 übernimmt Heike Oberascher die Bewirtung der Kantine, ein neuer tüchtiger Platzwart, Herr Schumann, wird gefunden und unser Robert Stalleiken erhält die höchste Auszeichnung des Landessportbundes für seine hervorragenden Verdienste bei der Förderung des Sports. Und auch in diesem Jahr werden an 15 Wochenenden gut besuchte Regatten veranstaltet, allein die Jugend in Optimisten und Europe bringt 110 Boote an den Start und einer unserer jüngsten Regattahasen, Felix Tonne, gewinnt bei den Optis.

Neue Namen jüngerer ZSK-Segler tauchen in den Wertungslisten auch 1992 auf den vordersten Plätzen auf (Christian Lux, Andreas Bannowsky, Amelie Lux). Aber die "Alten" können es auch noch. Anlässlich der Deutschen Meisterschaften der H-Jollen belegen drei unserer Mannschaften gleich die ersten drei Plätze mit den Steuerleuten Heiner Lahring, Wilfried Schomäker und Udo Burmeister.



Und im Jubiläumsjahr 1993? Den sportlichen Rahmen unserer Feier wird die Deutsche Meisterschaft der H-Jollen bilden. An 14 weiteren Wochenenden werden viele Gäste mit Booten der unterschiedlichen Klassen erwartet. Die altbewährte Regattaleitung ist gut gerüstet. Das Klubhaus ist im Bestzustand. Der immer wieder renovierte Hafen fasst (mit den Landliegeplätzen) 199 Schiffe. Für die Jugendarbeit wird ein neuer Anfang geplant. Die Finanzen sind sehr geordnet und der 1. Vorsitzende kann mit Recht von einer wie geölt laufenden Organisation sprechen.

Das gilt es auch anlässlich der Feier zum 100. Geburtstag zu beweisen. Ohne Fred Kaempf, der nicht nur die Gestaltung dieser Festschrift zu verantworten hat, sondern sich auch unermüdlich um die tausend Kleinigkeiten, die dieser Anlass mit sich bringt, kümmert, liefe manches nicht so geölt. So wird auch das neue Jahrhundert des Vereins, wie in dem vergangenen, zur rechten Zeit die richtigen Leute hervorbringen, die mit Glück und Disziplin ein freundschaftliches Miteinander all derer ermöglichen, die eine Leidenschaft gemeinsam haben: Das Segeln.


Quelle: Jahrbuch 100 Jahre Zwischenahner Segelklub, Eckart Conrad