1980


1980 übernimmt Peter Kache, der längst einen erstklassigen Ruf als Regattaleiter in ganz Deutschland hat, das Amt des Sportwarts. Die Regatten werden kaum weniger, obwohl man schon ins Auge fasste, sich mehr auf Ranglistenregatten zu beschränken. 15 Wochenenden sind immer noch mit Regattaterminen besetzt. Langsam wird es Zeit, auch mit dem Yachtclub Absprachen über Großveranstaltungen zu treffen, die sich überschneiden. Auch fangen die behäbiger gewordenen Dickschiffsegler an, ein gemütlicheres Wochenende im Klub anzumahnen. Inzwischen hat auch die Wasserschutzpolizei gewechselt. Schon in 1980 dankt der Vorstand dem neuen PM., Herrn Grünke, der für uns damals schon 350 Einsätze zu fahren hatte. Und was wären die Segler ohne die vielen Einsätze der DLRG, die mit ihren freiwilligen Helfern über so viele Jahre hunderten von Kenterern geholfen haben.


Für 1981 gibt Robert die Devise aus: Regatten auf 7 Veranstaltungen reduzieren ("Segeln soll Spaß und Freude machen und auch der Erholung dienen"). Der Andrang in den Verein hält aber an. Ab 1980 gilt schon für zwei Jahre ein Aufnahmestop, außer für Jugendliche. Gleichwohl muss immer wieder um Initiative geworben werden, das Klubhaus mit mehr Leben, auch während der Woche und im Winter, zu erfüllen, und die Jugendarbeit leidet unter mangelnder Zahl jugendlicher Segler im ZSK. 1982 verstirbt unser Edgard Frohneberg, dem 25 Jahre hervorragende Vorstandsarbeit zu danken sind. An seine Stelle tritt Dieter Grimm. Das 90-jährige Jubiläum kann der Verein rundum gesichert begehen. Schulden gibt es keine mehr. Auch wegen der immerwährenden Beharrlichkeit unseres Wilfried Schulze. Nicht nur, dass er ständig mahnt, dass man nur ausgeben kann, was man vorher eingenommen hat, er leuchtet auch alle Taschen derer aus, die dem ZSK vielleicht etwas unter die Arme greifen könnten.

Einige Buden auf dem Gelände, ein Opti-Rennen für Erwachsene, ein Seniorentreffen, eine Jugenddisco und Tanz für alle im Zelt sorgten 1983 für Stimmung, dank Lothar Hanke, der sich unermüdlich um die Geselligkeit (neben seinem Einsatz für die Segelkurse) bemüht.

In diesen Jahren macht sich Dr. Vincke um den Aufbau einer Finn-Flotte besonders verdient. Die Jugendarbeit bleibt schwer. Erst Zeitungsannoncen und regelmäßige OptiTreffs am Freitag beleben die Szene. 1984 gilt es, unter sieben anderen, einen Wels-Pokal der Schwertzugvögel zu erringen, nachdem der von unserem Polizeiobermeister Grünke 1979 auf dem See entdeckte Riesenwels das Revier und Bad Zwischenahn erst so richtig berühmt gemacht hatte. Selbst die amerikanische Presse hatte 1979 die tollsten Wunderdinge von diesem Riesenfisch verbreitet.

Immerhin kann die Jugendarbeit dank der SK Sellschopp, Sieber und Happe 1984 mit schon 16 Jugendseglern des ZSK ein Wochenendsegeln in Hooksiel starten und die ersten Jüngsten-Segelscheine verteilen. Die Optis werden in einer gemieteten Halle gemeinsam gewartet, Tagesausflüge mit der Jugend zum Schiffahrtsmuseum und etliche Hollandfahrten folgen. Mit drei vereinseigenen Optimisten, einem Jugendkutter und Zuschüssen des Vereins werden die nötigen Hilfen gegeben, denn Jugendarbeit heißt Zukunft sichern.

Nachdem Jochen Witte 1984 sein Amt als Hafenmeister aufgegeben hatte, wird seither ein hauptamtlicher Hafenwart außerhalb des Vorstandes beschäftigt. Der eng gewordene neue Hafen verhindert ein weiteres Wachstum der Mitglieder. Seit 1985 wird von einem stagnierenden Bestand (380) gesprochen, obwohl die sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten nicht nachlassen. Bei 14 Ranglisten-Wettfahrten in 1984 werden 11 Sieger von Zwischenahner Seglern gestellt und das Sommerfest mit Musik und Buden, vereint Senioren mit den Jüngsten zum x-ten Male. Alles wird getan, das Klubhaus noch einladender zu gestalten. Die Neugestaltung der Kantine (1987) und die Verbreiterung der Terrasse werden von allen begeistert aufgenommen. Das Geld war - im Gegensatz zu den Anfängen des Vereins - vorher erspart worden.